Pauline Alice Botanic Trousers aus rotem Leinen (+Tipps zur Bundverarbeitung)

Enthält Werbung für bernette

Ihr Lieben, ihr habt mich mit euren lieben Kommentaren zu meiner ersten Pauline Alice Botanic Trousers im maritimen Stil sooo überwältigt! Vielen, vielen Dank dafür. Ich freue mich auch, dass mir einige geschrieben haben, dass sie das Schnittmuster nun auch gekauft haben.

Das finde ich super! Ich mag den Schnitt super gerne und werde bestimmt noch die eine oder andere Version nähen, vielleicht in einem gemusterten Stoff.

Achtet aber darauf, dass der Schnitt wirklich groß ausfällt. Ich habe für diese zweite Botanic Trousers eine kleinere Größe zugeschnitten und werde den Schnitt trotzdem nochmal zwei Größen kleiner machen, denke ich. Die Weite ist wirklich reichlich berechnet!

Über die empfohlene Bundverarbeitung habe ich schon in dem Beitrag zur blauen Culotte etwas geschrieben. Ich (und andere) habe diese Verarbeitung als etwas unglücklich und unangenehm empfunden. Zu der alternativen Verarbeitung, die ich hier angewendet habe, könnt ihr im Anschluss etwas lesen.

Diese Botanic Trousers sind für 12 colours of handmade fashion im Juli entstanden. Rot ist die Farbe des Monats, meine Liiiieeeeeblingsfarbe, was Klamotten angeht. Und Lippenstift. Und Schuhe. Und Accessoires. Okay, you get me.

Diese Hose ist auch wieder aus dem groben Leinenstoff von stoffe.de. Auf den Fotos kommt die Farbe nicht richtig rüber, in der Realität ist sie mehr rot als beerenfarben.

Das Oberteil ist mein selbstgenähter Blusenbody.

Ich habe euch ja noch eine kleine Anleitung versprochen. Hier kommt sie:

Pauline Alice Botanic Trousers: Alternative Bundverarbeitung

Kurz vorweg: Ich habe diese Anleitung an meiner bernette 38 fotografiert. Die Maschine wurde mir von BERNINA im Rahmen meiner Markenbotschafterinnen-Tätigkeit zur Verfügung gestellt. Daher ist dieser Beitrag als Werbung gekennzeichnet, da er durch das Zeigen der Nähmaschine Produktplatzierungen enthält.

Statt das Gummiband in die Seitennähte zu nähen und dann unter Anstrengung zu versuchen, den Bund im gedehnten Zustand im Nahtschatten anzunähen, bin ich diesmal anders vorgegangen. Ich würde sagen, dass diese Verarbeitung vieeel angenehmer ist und einige Vorteile bietet. Die erfahrt ihr im Lauf der kleinen Anleitung.

Bügelt den Bruch des Bunds ein.
Näht zuerst den Bund mit der Seite, die außen sein wird, rundum an die Hose. Bügelt die Nahtzugaben nach oben in den Bund.

Im Anschluss habe ich den Bund in den eingebügelten Bruch gelegt, die Nahtzugabe eingeschlagen und festgesteckt. Dann habe ich sie im Nahtschatten von außen festgenäht, dabei aber auf jeder Seite im vorderen Bund ein paar Zentimeter offen gelassen, ca. 3 cm von der Seitennaht entfernt.

Durch diese Öffnungen kann ich das Gummi mit Hilfe einer großen Sicherheitsnadel einfädeln. Ihr müsst es dazu im Prinzip gar nicht abschneiden, sondern dann noch justieren und probieren, wie eng das Gummi anliegen soll.

Wenn das Gummiband auf der anderen Seite hervor kommt, könnt ihr es ein paar Zentimeter heraus ziehen und mit der Sicherheitsnadel am Stoff fixieren, damit es nicht wieder in den Bund rutscht.
Stellt sicher, dass das Gummi glatt liegt und ihr keine Drehung drin habt.

Fixiert das Gummi jetzt, indem ihr von außen im Nahtschatten der Seitennaht des Bundes steppt. Ich habe diese Naht zweimal genäht, um sicher zu gehen. Die Naht verschwindet im Nahtschatten und ist von außen nicht sichtbar (im Idealfall – übt also eventuell eure Nahtschatten-Skills).

Justiert jetzt das Gummiband und legt eure gewünschte Länge fest.

Wenn ihr das Gummi in der Mitte absteppen wollt, würde ich euch empfehlen, es etwas enger bzw. kürzer zu machen. Durch das Absteppen geht etwas von der Elastizität verloren, das Gummi ist nicht mehr ganz so eng wie ohne Absteppung.

Näht das Gummi wie oben beschrieben fest.
Anschließend könnt ihr das Gummi mit ca. 1 cm Überstand abschneiden bzw. das offene Ende auf 1 cm abschneiden.

Jetzt könnt ihr auch die kleinen Öffnungen schließen, indem ihr den inneren Bund an dieser Stelle einfach von außen im Nahtschatten annäht, wie ihr es mit dem restlichen Bund gemacht habt.

Da mein Stoff recht grob ist, war auch die Raffung recht grob und nicht so schön. Außerdem kein ich es ab-so-lut nicht leiden, wenn sich Gummis in einem Tunnelzug zusammen ziehen.
Darum habe ich den hinteren Bund in der Mitte abgesteppt. Startet an der Seitennaht und zieht den Bund vor und hinter der Nadel mit beiden Händen, da das Gummi für die Naht gedehnt sein muss – sonst könnt ihr die Hose später nicht mehr anziehen, bzw. die Naht reißt, wenn ihr den Bund dehnen wollt.

Erst danach werden die Gürtelschlaufen angenäht.

Diese Verarbeitung eignet sich natürlich auch für sämtliche andere Schnitte, die mit einem Bund mit Gummizug arbeiten.

Ich hoffe, diese kleine Anleitung war hilfreich. Viel Spaß beim Nähen eurer Botanic Trousers, an alle, die sich den Schnitt auch gekauft haben. 🙂

Verlinkt bei 12 colours of handmade fashion.

4 Kommentare

  • Tabea um 10:41

    Sieht mal wieder toll aus! Und was die Farbe Rot angeht – ich war so Feuer und Flamme, dass ich es echt geschafft habe, auch was für die Aktion zu nähen.

    Übrigens, dass du hier einfach so locker flockig noch eine Anleitung für den Bund tippst ist auch total nett von dir. Und ich bewundere doch dafür, dass du das so super hinbekommst – sowohl das Nähen als auch das Erklären.

    Liebe Grüße

  • Jana um 21:07

    Vielen Dank für die Anleitung. Und das Outfit ist klasse. Liebe Grüße aus dem gruselig kalten Heilbronn, Jana

  • Susanne um 23:13

    Rot ist auch eine meiner absoluten Lieblingsfarben, daher finde ich deine zweite Version noch ein Itzelchen toller, als die andere, : ).
    LG von Susanne

  • Fredi um 18:27

    Der Stoff gefällt mir äußerst gut, ich hab Leinen jetzt auch für mich entdeckt! Und ROt steht dir wirklich einfach gut, kann ich gut verstehen, dass du die Farbe so magst 🙂
    DIe Hose ist auch cool, so eine fehlt noch in meinem Kleiderschrank.
    Liebe Grüße, Fredi

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